Unterhaltstitel: Kindesunterhalt für Ihr Kind fordern

Ein Urteil über den Unterhalt – der so genannte Unterhaltstitel – hält zwar fest, wer wie viel Unterhalt zahlen muss. Er beendet allerdings die Streitigkeit sehr oft nicht endgültig.

Abänderungsklagen können die Auseinandersetzung jederzeit wieder neu anheizen. Das ist vor allem dann der Fall, wenn sich die wirtschaftlichen Verhältnisse, die dem diesen Titel zugrunde liegen, bei einem der beiden Partner geändert haben. Daher ist es wichtig einen erfahrenen Anwalt für Familienrecht an seiner Seite zu haben der Ihre Interessen vertritt!

Wird der Kindesunterhalt für minderjährige Kinder nicht oder nicht komplett erbracht, so kann man einen Unterhaltsvorschuss beim zuständigen Jugendamt beantragen.

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Was bedeutet Unterhaltstitel?

Letztlich bezeichnet das Wort Unterhaltstitel, dass es sich um ein rechtswirksames, vollstreckbares Dokument handelt aufgrund dessen Unterhaltszahlungen von dem zur Zahlung Verpflichteten eingetrieben werden können, notfalls mit Unterstützung durch einen Gerichtsvollzieher.

Wo kann man einen Unterhaltstitel beantragen?

Einen Unterhaltstitel kann man auf vier verschiedenen Wegen erlangen:

  1. Sehr einfach und günstig ist die Jugendamtsurkunde. Der zahlende Elternteil verpflichtet sich – kostenlos! – beim Jugendamt, den zu seinen Einkommensverhältnissen passenden Kindesunterhalt für Kinder bis zu 21 Jahren zu leisten. Dies beurkundet das Jugendamt.
  2. Der zahlende Ehepartner verpflichtet sich durch eine notarielle Urkunde zur Zahlung. Auch diese Variante der Dokumentenerstellung und Beurkundung ist relativ preiswert.
  3. Der Titel kann auch vor dem Familiengericht erstritten werden, wenn sich die Elternteile nicht einig sind. Am Ende ist die Wirkung des Urteils/Titels die gleiche. Allerdings ist diese Variante sehr viel teurer als die Alternativen 1. und 2.
    Schließlich müssen Gerichtskosten und zwei Anwälte bezahlt werden.
  4. Unterhaltstitel durch Vergleich beschreibt die Option sich vor Gericht oder über einen Anwaltsvergleich einen Kompromiss auszuhandeln. Auch diese Variante verursacht zweifache Anwaltskosten zuzügl. Gerichtskosten.

Sprechen Sie mit einem unserer Anwälte an der Anwaltshotline, um sich zu den streitigen Varianten beraten zu lassen, um Fehler zu vermeiden.

Anspruch auf Unterhaltstitel

Der Titulierungsanspruch besteht vollkommen unabhängig davon, ob Unterhalt gezahlt wird oder nicht.

Kann der Unterhaltstitel rückwirkend beantragt werden?

Generell gilt ein Unterhaltstitel – Er gilt für Kindesunterhalt und Ehegattenunterhalt – erst nachdem Unterhalt gefordert wurde, also nicht rückwirkend. Es gibt jedoch Ausnahmen. Wurde ein Ehepartner vom gegnerischen Anwalt aufgefordert, seine Einkommens- und Vermögensverhältnisse offen zu legen, kann auch ab diesem Zeitpunkt ggf. Unterhalt gefordert werden.

Auch wenn eine Klage auf Unterhaltszahlung eingereicht wurde, kann später ab dem Zeitpunkt der Klagezustellung Unterhalt gefordert werden.

Daneben gibt es im § 1613 Abs. 2 Nr. 1 BGB einige wenige Ausnahmen, die jedoch unbedingt die Beratung eines Anwalts für Familienrecht erfordern. Kontaktieren Sie jetzt einen Anwalt über die Anwaltshotline!

Wie lange ist ein Unterhaltstitel gültig?

Der Anspruch von minderjährigen Kindern auf Unterhalt gegenüber dem zur Zahlung verpflichteten Elternteil verjährt nicht. Sobald das Kind jedoch volljährig ist, beginnt die Verjährungsfrist von drei Jahren.

Beim Unterhaltstitel verjähren künftig zu erbringende und wiederkehrende Unterhaltszahlungen nach drei Jahren. Rückwirkend geltend gemachte Unterhaltskosten verjähren nach 30 Jahren.

Höhe des Unterhalts berechnen

Die Höhe des potenziellen Unterhalts können Sie jetzt mit unserem Unterhalsrechner ermitteln.

Wie kann man den Unterhaltstitel vollstrecken?

Generell gilt, dass man ausbleibende Zahlungen sehr schnell geltend machen muss, da man sonst vermuten kann, dass der Berechtigte auf die Zahlungen zur Deckung des Lebensbedarfs nicht angewiesen ist. Wenn offene Zahlungen nicht binnen eines Jahres eingefordert wurden, verfallen sie, selbst wenn es einen vollstreckbaren Unterhaltstitel gab.

Die Vollstreckung, also die Durchsetzung der Unterhaltsforderungen auf dem Wege der Zwangsvollstreckung, kann beispielsweise über eine Lohn- oder Gehaltspfändung erfolgen. Dazu ist ein Pfändungs- und Überweisungsbeschluss nötig, den man beim zuständigen Vollstreckungsgericht – dem Amtsgericht am Wohnort des zur Zahlung verpflichteten Elternteils – beantragen muss.

Kindesunterhalt dynamisch titulieren lassen

Um den Kindesunterhalt dynamisch titulieren zu lassen, gibt unterschiedliche Möglichkeiten. Zum einen durch die Angabe eines festen monatlichen Zahlbetrags. Die andere Möglichkeit ist einen dynamischen Unterhaltstitel aufzusetzen.

Unterhaltstitel sofort beantragen

Sprechen Sie mit unserer Anwaltshotline, wie Sie den Unterhaltstitel für Sie am besten gestalten können und lassen Sie sich die Vorteile eines dynamischen Unterhaltstitel erklären.
Auch können Sie über diesen Weg den Antrag für einen Unterhaltstitel sofort beantragen.

Benötigen Sie sofort Hilfe von einem Anwalt, zögern Sie nicht und kontaktieren Sie die Anwaltshotline und besprechen Ihr Anliegen direkt mit einem Anwalt.

Unterhaltstitel ändern – wie geht das?

Der zahlende Elternteil kann, wenn sich seine Einkommensverhältnisse ändern, fordern, den Unterhaltstitel zu ändern. Dazu ist eine Abänderungsklage gem. § 323 ZPO nötig.

Für die Änderung des Unterhaltstitel empfehlen wir Ihnen einen vor Ort Termin mit einem erfahrenen Anwalt für Familienrecht.
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